Färberwau    Färbemittel

Allgemein:
->Familie: Waugewächs -> lat. Resedaceae
    lat. Name Reseda lutea
Synonyme:
->... auch Färberginster, Färberresede, Lutuole, Gartenresede oder Gelbkraut genannt
Herkunft:
mittl.Europa, Orient
Pflanze:
Zweijährig / H. bis 1,5m / Pflanze, Äste aufrechtstehend / vielblütige rutenartige hellgelbe Blütentrauben
6 kantige ½ cm hohe Samenkapseln(besonders Farbstoffhaltig), wächst in D.-land vorallem an und auf Bahndämmen
Blühtezeit:
Juni-September
Sonstiges: Beizfarbstoff


Verwendet wird die ganze Pflanze zu Blüteanfang(Juni) geerntet,
ergibt einen gelben/dunkelgoldgelben (Chrombeizung) bis oliv-/moosgrünen (Eisensulfat-Beize) Farbton durch die Inhaltsstoffe Luteolin, Apigenin, Isorhammnetin und Kämpferol.
Luteolin bildet kleine, gelbglänzende Kristalle, die sich in Wasser kaum aber in
Alkalien(Soda, Pottasche, Ammoniaklösung) mit tiefgelber Farbe lösen.
L.(C15H10O6) gehört zur Familie der Flavone, wie viele andere gelbe Pflanzenfarbstoffe und gilt als der beständigste gelbe Naturfarbstoff vorallem auf reiner Seide. Baumwolle mäßig geeignet.

Färberwau der älteste der gelben Pflanzenfarbstoffe war schon in der Antike bekannt gewesen. So berichtet der römische Schriftsteller und Architekt Marcus Vitruvius Pollio (geb ca 60 v.Ch.) von einem gelben Pflanzenfarbton namens luteum (lat.=gelb) Auch der römische Gelehrte Plinius berichtet von einer Pflanze die die Bewohner von Arimum(Rimini/Italien) zur Heilung eitriger Entzündungen verwendet haben sollen wobei sie Beschwörungen murmelten "reseda morbos, reseda! = Heile die Krankheiten, heile!" So ist ihr Name lat. reseda vom eigtl. Imperativ von: resedare = heilen abgeleitet worden. Tatsächlich gilt Färberwau heutzutage nicht als Heilpflanze